AP 3 Aufarbeiten und Anwenden Pyrolyse Öl

Die Aufwertung der verschiedenen Fraktionen wird mittels physisch-chemischer, biologischer und chemo-katalytischer Methoden erfolgen. Da es nicht realistisch ist, sich auf alle möglichen Chemikalien zu fokussieren, wird nach einem Initial-Screening selektiert, welche Produkte am vielversprechendsten für welche weitere Untersuchung vorliegen. Vorläufig befasst man sich mit folgenden Optionen:

  • Zucker-Fraktionen: Produktion von Ethanol.
  • Lignin-Fraktion: Holzmodifikation, Untersuchung von Zusatzstoff für „Kaltasphalt“
  • Wasser-Fraktion: Produktion organischer Säuren.

Die Holzmodifikation wird einen Schwerpunkt darstellen, da sie eine konkrete Anwendung darstellt, wobei es einen Partner gibt (Foreco), der dieses Produkt direkt in den Markt implementieren kann. Tests mit verschiedenen Fraktionen werden durchgeführt und  Methoden zur Imprägnierung werden bestimmt.

Des Weiteren wird untersucht, ob es möglich ist, Stickstoff aus dem Pyrolyse-Öl auf eine Art und Weise zu entfernen, die wirtschaftlich und ökologisch zu verantworten ist. Dies ist wichtig für die energetische Anwendung von Pyrolyse-Öl. Wenn sich zu viel Stickstoff im Öl befindet, wird den Emissions-Anforderungen nicht entsprochen.

Neben der Produktuntersuchung wird gleichzeitig die Anwendung von Pyrolyse-Öl als Brennstoff untersucht. Es ist bekannt, dass aus sauberem Holz gewonnenes Pyrolyse-Öl als Beigemisch in Boilern eingesetzt werden kann.

Bei Pyrolyse-Öl, das aus anderen Rohstoffen gewonnen wurde, ist dies noch offen. In diesem Arbeitspaket werden mittels analytischer Techniken Produktverbesserungen (AP3) eventuell um Brennertests ergänzt, bei denen bestimmt wird, wie diese Pyrolyse-Öle sich als Brennstoffe verhalten, wobei mögliche Hindernisse identifiziert und, falls möglich, entfernt werden. Ein Bestandteil dieser Untersuchung wird es sein, zu überprüfen, wie dieses Pyrolyse-Öl in den CEN-Standard und in das laufende REACH-Verfahren passt.